Während des Kongresses 2025 von EU Plant, dem europäischen Verband der Gemüsejungsplanzenzüchter, präsentierte Ecofarm – durch den Vortrag von Dr. Giorgio Zaffani, Biotechnologe des Unternehmens – die neuesten Ergebnisse zum Einsatz von Ozon bei der Aufbereitung von Bewässerungswasser.
Ein Thema, das, wie in seinem Vortrag betont wurde, „direkt die Gesundheit der Kulturen und die Rentabilität von Baumschul- und Gartenbaubetrieben betrifft, da Wasser der primäre Übertragungsweg für Pathogene und der wichtigste Faktor für das Wohlbefinden der Pflanze ist“.
WASSER ALS AKTIVER BIOLOGISCHER FAKTOR
Zaffani erinnerte daran, dass die Arbeit von Ecofarm in den letzten Jahren darin bestand, die Veränderung der Bedingungen des Bewässerungswassers, auch aus Brunnen, zu untersuchen und wie diese Veränderungen „verborgen“ als Variationen der Anbaubedingungen wirken können, was die Entwicklung verschiedenster Krankheiten begünstigt. Zudem sind die immer extremeren Umweltbedingungen weder für den Baumschuler noch für den Landwirt hilfreich, die ihre Produktionen zunehmend unter Stress sehen.
„Die Wasserquelle der Baumschule über das Jahr hinweg als stabil und unveränderlich zu betrachten, ist eine sehr grobe Annäherung: Es handelt sich um ein dynamisches chemisches und biologisches Umfeld. Wenn es sauerstoffarm ist, wird es zu einem günstigen Habitat für die Entwicklung vor allem von Wurzelkrankheiten wie Fusarium, Pythium und Phytophthora, zudem verlangsamt es die Nährstoffaufnahme über die Wurzeln und begünstigt Pflanzenstress“.
In diesem Zusammenhang stellen die Desinfektion und Sauerstoffanreicherung mittels Ozon einen natürlichen und unmittelbaren Ansatz dar, der in der Lage ist, Verunreinigungen zu eliminieren und das mikrobiologische Gleichgewicht von Wasser und Wurzel wiederherzustellen.
VON DER DESINFEKTION ZUR WURZELSTIMULATION
Ozon, ein instabiles Gas, das aus dem Sauerstoff der Luft gewonnen wird, ist ein starkes Oxidationsmittel und Biozid, das schnell zu Sauerstoff zerfällt, ohne Rückstände zu hinterlassen.
Wird es nach der Ecofarm-Methode im Bewässerungswasser angewendet, garantiert es eine sofortige Desinfektion, die Entfernung von Biofilm aus den Leitungen und die Sättigung mit gelöstem Sauerstoff.
„Ozonisiertes Wasser ist nicht nur sauber, sondern wirkt aktiv schützend und stimulierend – erklärte Zaffani –. Eine höhere Sauerstoffkonzentration fördert die Zellatmung, die Nährstoffaufnahme und die Bildung neuer funktionaler Wurzeln. Dies schlägt sich in kräftigeren und widerstandsfähigeren Pflanzen nieder“.
EINE NATÜRLICHE BARRIERE GEGEN PATHOGENE
Die Wirksamkeit von Ozon wurde durch unabhängige Forschungen verschiedener europäischer Institute validiert, die seine Wirkung gegen phytopathogene Viren wie ToBRFV und gegen persistente Bakterien wie Clavibacter michiganensis bestätigt haben.
In nur wenigen Sekunden Kontaktzeit inaktiviert Ozon die Infektionsfähigkeit der Viruspartikel, wodurch Drän- und Rezirkulationswasser sicher für die Wiederverwendung im Gewächshaus wird.
„Dies bedeutet nicht nur eine Verringerung des Risikos der Krankheitsausbreitung, sondern schützt auch die Bewässerungsinfrastruktur und die Anbauumgebung, indem externe Kontaminationen vermieden werden“, fügte der Biotechnologe hinzu.
NACHHALTIGKEIT UND WETTBEWERBSFÄHIGKEIT FÜR DIE BAUMSCHULE DER ZUKUNFT
Ecofarm verfolgt einen integrierten Ansatz, der auf biologischer Prävention und dem Einsatz nachhaltiger Technologien im Einklang mit der europäischen Farm-to-Fork-Strategie basiert.
Die vom Unternehmen entwickelten Ozonsysteme – von den Squalo-Linien für kleine Volumina bis hin zu den Dolphin-Anlagen für industrielle Systeme – ermöglichen die sichere Aufbereitung von 5 bis 500 m³/h Wasser, mit automatisierter Steuerung der Reaktionsparameter und voller Kompatibilität mit den Prinzipien von Landwirtschaft 4.0.
„Wahre Innovation besteht nicht darin, Produkte hinzuzufügen, sondern Prozesse zu verbessern – schloss Zaffani –. Das ist unser Ansatz: den Produktionsprozess gemeinsam mit unserem Kunden kennenlernen und vertiefen und die Maschinen einsetzen, um den Produktionsprozess immer sicherer und effizienter zu gestalten. Auf diese Weise installieren wir nicht nur eine Maschine, sondern bringen das System auf maximale Effizienz und Sicherheit, was eine hervorragende wirtschaftliche Nachhaltigkeit bietet“.